Ernährung und Wohlbefinden

März – 5 Typische Lebensmittel-Schlagwörter und ihre Bedeutung

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Lebensmittel Schlagwörter und ihre Bedeutung

Im dritten Teil meiner monatlichen Serie über gesundes Frühstück geht es um Schlagwörter. Wir haben sie alle schon mal gelesen oder nutzen sie selber. Hand gemachte Bio-Produkten, die in einer BPA freien Verpackungen mit natürlichen Inhaltsstoffen angeboten werden, gibt es überall und auch ich preise meine Rezepte mit Superfood an. Aber meinen diese Bezeichnungen immer tatsächliche das, was wir denken? Dieser Frage gehe ich nach, denn auch wenn der ein oder andere Begriff einfach nur der Vermarktung eines Produkts dient, so sollte man andere doch nicht ignorieren. Manchmal verbergen sich hinter diesen Wörtern wichtige Informationen die uns einer gesünderen Ernährung und damit auch einem gesunden Frühstück näher bringen.

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Alles Bio oder was?

1. Bio

Der Biotrend hält an und das ist auch gut so. Organisch angebaute Lebensmittel enthalten im Allgemeinen mehr von den guten Eigenschaften und artgerecht gehaltenen Tieren geht es aller Wahrscheinlichkeit nach wirklich besser, als denen die es nicht sind. Aber was für wen nun gut, schlecht, zu teuer oder erschwinglich ist, dass muss jeder letztlich selber entscheiden. Wissen sollte man über Bio-Produkte, dass wo ‚Bio‘ drauf steht, auch tatsächlich Bio drin ist. Denn die Begriffe ‚Bio‘ im Sinne von biologischer Landwirtschaft, ‚aus kontrolliertem biologischen Anbau‘ und auch ‚Öko’ sind in Europa rechtlich geschützt sind. Sie dürfen nur verwendet werden, wenn gewisse Voraussetzungen erfüllt sind.

Lebensmittel die das europäische Bio-Siegel tragen dürfen nicht gentechnisch verändert sein und müssen ohne Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln, Kunstdünger oder Klärschlamm angebaut werden. Tiere (und tierische Produkte) müssen aus artgerechter Haltung stammen und dürfen nicht mit Wachstumshormonen oder Antibiotika behandelt worden sein. In Deutschland gibt es neben dem europäischen auch noch andere Bio-Siegel, die von privaten Verbänden (z.B. Demeter, Bioland, BioKreis und Naturland) vergeben werden. Die so gekennzeichneten Produkte erfüllen mindestens die europäischen Voraussetzungen, gehen aber oft darüber hinaus.

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S U P E R F O O D

2. Superfoods

Superfoods – Es stimmt einige Lebensmittel haben eine höhere Dichte an Nährstoffen und beinhalten mehr Vitamine, Proteine oder Mineralien als andere Lebensmittel. Dazu gehören neben Chia Samen, Goji Beeren und Macha, aber auch frische Lebensmittel, wie Rote Beete, Salat, Avocado oder Granatapfel. Dennoch ist und bleibt die Bezeichnung ‚Superfood‘ ein Begriff aus der Werbung. Man darf keine Wunder von Superfoods erwarten und immer daran denken, dass man sich abwechslungsreich und ausgewogen ernähren soll, wenn man gesund bleiben möchte. Superfoods können zu genau solcher Ernährung beitragen, sind aber nicht die Lösung aller Probleme.

Wer mehr darüber erfahren will der kann hier mehr über diese besonders nährstoffreichen Lebensmittel erfahren.

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Wirklich alles per Hand gemacht?

3. Hand gemacht

Oft sieht man auf Lebensmittelverpackungen Hände die irgendetwas herstellen, abgemessene, in hübsch aussehende Gefäße gefüllte Zutaten verrühren, kleingeschnittene, echte Früchte in den Joghurt tun oder glückliche Kühe auf satt grünen Weiden melken. Bei diesen Bildern muss man sofort an Hand gemachte Lebensmittel denken. Und das steht für bessere, gesündere und schmackhaftere Produkte steht. Ob das tatsächlich ist, ist nicht immer einfach zu erkennen, denn die Werbung hat meist nichts mit der Realität zu tun. Und eigentlich ist das uns auch klar, denn kein Hersteller könnte so die Mengen an Lebensmitteln herstellen, die uns jeden Tag in den Supermärkten angeboten werden. Also wenn ihr nicht gerade beim Bäcker eures Vertrauens einkauft, den ihr fragen könnt, wann er sein Brot geknetet und gebacken hat, dann handelt es sich höchstwahrscheinlich um Marketingmaßnahmen, die uns zum Kaufen animieren sollen. Das gilt im Übrigen nicht nur für konventionell hergestellte Produkte, sondern auch für Bio-Lebensmittel.

Ach und wer wirklich etwas Hand gemachtes aufs Brot will, der sollte diesen leckeren australischen Tomaten-Dip versuchen.

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Was ist denn Aquafaba?

4. Aquafaba

Seid Ihr auch verwirrt? Ab und an liest man, das bestimmte Produkte mit Aquafaba hergestellt sind und das diese besonders verträglich sein sollen. Mmhhh…ich bin der Sache nachgegangen und siehe da es handelt sich um die Einweichflüssigkeit (oder auch Kochflüssigkeit) von Kichererbsen, Bohnen und anderen Hülsenfrüchten. Was für viele also Wasser ist, dass man nach der Nutzung entsorgt, ist es für andere ein Stoff aus dem Lebensmittel gemacht werden, die sie sonst nicht essen würden. Aquafaba wird vor allem in der veganen Küche, aber auch von Menschen, die an einer Hühnereiweißallergie leiden verwendet. Es dient als Eiklar-Ersatz, Emulgator, Backtriebmittel oder auch Schaumittel um zum Beispiel Butter, Mayonnaise oder auch zum Backen von begaben Kuchen verwendet. Also, wenn ihr es das nächste Mal irgendwo seht, dann wisst ihr, was es ist und könnt es nutzen oder auch nicht.

Lust auf ein veganes Frühstück? Ders sollte diese Overnight Oats mit Apfelkompott probieren.

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BPA Frei

5. BPA FREI

Bisphenol A, kurz BPA, ist ein chemischer Stoff, der eine großer Rolle bei der Herstellung Polycarbonat spielt. Dieses harte plastikähnliche Material wird mit Vorliebe zum Verpacken unserer Lebensmittel genutzt und auch als ‚Trennmittel‘ zwischen Verpackung und darin eingelagerten Lebensmittel verwendet. Das heißt, dank BPA schmecken unsere Bohnen aus der Dose nicht metallisch, sondern nach Bohnen. Auf den ersten Blick gar nicht so schlimm.

Also, warum steht dann auf einigen Verpackungen spezifisch drauf, dass diese BPA-Frei sind und warum ist in der EU der Verkauf von Babyflaschen die BPA enthalten seit einigen Jahren verboten? Der Grund dafür ist, das BPA gesundheitlich nicht ganz unbedenklich ist. Es kann Auswirkungen auf Babys im Mutterleib haben und bei Kindern zu einer Herzstörung und anderen schlimmen Gesundheitsproblemen führen. Die Forscher streiten sich jedoch bis heute ob BPA auch für einen erwachsenen, gesunden Menschen ein Gesundheitsrisiko darstellt. Wie so oft bei umstrittenen Stoffen sind die Wirkungen, positive, wie negative, nicht ausreichend untersucht und belegt. Aber jeder sollte selber entscheiden, was er tun möchte. Wenn ihr BPA vermeiden wollt, dann könnte man zum Beispiel frische unverpackte Lebensmittel kaufen, keine Getränke aus Dosen trinken und Glasflaschen kaufen. Das wird Euch nicht nur Eure Gesundheit danken, sondern auch die Umwelt, die unter dem Plastik der Menschen zu ersticken droht.

Fazit

Fazit ist, dass man nicht alles glauben darf, was auf Verpackungen drauf steht, sondern lesen muss, was tatsächlich drin ist. Es gibt nur einige Ausnahmen, die wirklich das sind, was sie aussagen. Also nicht irreführen lassen und eine bewusste Kaufentscheidung treffen.

In eigener Sache: Der Artikel soll ein Überblick sein und das Interesse wecken, sich mehr mit dem Thema auseinander zu setzten. Informationen gibt es sehr viele im Internet, Zeitschriften und Büchern. Ich rege jeden dazu an, der mehr erfahren möchte, nachzulesen und seine neuen Informationen bitte auch hier in den Kommentaren zu teilen. Über ein rege und faire Diskussion würde ich mich freuen.

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1 Kommentar

  • Antwort
    April: Eine Woche Frühstück ohne Langeweile (7 Rezepte zum Probieren) › letshavebreakfast.de
    18. April 2017 at 11:53

    […] meiner monatlichen Serie über gesundes Frühstück möchte ich Euch diesmal davon überzeugen, dass […]

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