Ernährung und Wohlbefinden

Roher Kakao – Der gesunde Stoff aus dem Schokolade gemacht wird

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Roher Kakao – Gesund, lecker und vielseitig

Kakao ist das, aus dem die leckerste Sache der Welt hergestellt wird, nämlich Schokolade. Und während einige von uns Schokolade meiden, weil sie ungesund und kalorienreich ist, so ist es der eigentliche Grundstoff, der rohe Kakao, überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil roher Kakao ist richtig gesund und gut für uns. Er steckt voller guter Inhaltsstoffe und man kann ihn neben Schokolade auch in Smoothies, morgendlichem Porridge, Kuchen oder auch zu heißer Trink-Schokolade verarbeiten. Aber nun zurück zum eigentlich Grund dieses Beitrages, nämlich ein paar Antworten auf die Fragen nach Inhaltsstoffen, Wirkung und Verwendung von rohem Kakao:

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Das steckt drin

Wie gesund ist roher Kakao?

Roher Kakao ist fermentierter und getrockneter Kakao der nicht erhitzt, z.B. geröstet wurde. Er enthält im Gegensatz zu geröstetem und dann weiterverarbeitetem Kakao all die Inhaltsstoffe, die ihn so gesund machen. Es wird behauptet das roher Kakao (in welcher Form auch immer) das Lebensmittel ist, dass den höchsten Anteil an Magnesium und Antioxidantioen hat. Bis zu 20 mal mehr Antioxidantien als Heidelbeeren haben.

Kakao besteht zum größten Teil aus gesundem pflanzlichen Fett (Kakaobutter) und Eiweiß. Er enhält bis zu 300 bekannte Wirkstoffe, dazu zählen verschiedene entzündungshemmende Antioxidantien wie Epicatechin, Polyphenole und Flavonide, Histamin, das z.B. Allergien und deren Folgen abwehrt, munter machendes Magnesium und blutbildendes Eisen. Es finden sich aber auch Zellulose, Stärke, Gerbstoffen wie Tannin und Mineralien. Außerdem wird Kakao in Zusammenhang mit stimmungsaufhellendem und -ausgleichendem Anandamind, Theobromin, Serotonin und Dopamin gebracht.

Kakao kann also helfen Stress abzubauen und den Blutdruck zu regulieren, er hilft bei PMS und kann das Herz stärken. Ausserdem kann es dank seiner appetitzügelnden Eigenschaft auch beim Abnehmen helfen. Dabei ist aber darauf zu achten, dass dunkler, gar nicht bis gering verarbeiteter Kakao und nicht der mit Zucker versetzte, stark verarbeitete Kakao konsumiert wird. Dazu gehören Schokolade mit mindestens 85% Kakaoanteil und roher Kakao in Form von Pulver und Kakao-Nibs.

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Roher Kakao ist fermentierter und getrockneter Kakao

Nährstoffangaben (pro 100 g und ca. Angaben)

KALORIEN (KCAL): Rohes Kakaopulver haben ca. 350 Kalorien (Kcal), Bitterschokolade (85%) ca. 540 Kalorien (Kcal) und Vollmilchschokolade ca. 560 Kalorien (Kcal).

PROTEIN: Der Proteinanteil liegt bei rohem Kakao bei gut 3 g,  bei Bitterschokolade (85%) sind es 11 g und bei Vollmilchschokolade ca. 8 g.

FETT: Fett finden sich in rohem Kakao ca. 24 g, in Bitterschokolade (85%) ca. 45 g und bei Vollmilchschokolade sind es ca. 36 g.

KOHLENHYDRATE: In rohem Kakao sind es ca. 10 g Kohlenhydrate, bei Bitterschokolade (85%) ca. 23 g und in Vollmilchschokolade ca. 50 g.

BALLASTSTOFFE: Man findet ca. 30 g Ballaststoffe in rohem Kakao, 15 g in Bitterschokolade (85%) und keine in Vollmilchschokolade.

MINERALSTOFFE (ALLE): Der Anteil an Mineralstoffe bei rohem Kakao liegt bei ca. 7 g, bei Bitterschokolade (85%)  ca. 1 g und Vollmilchschokolade bei 2 g.

THEOBROMIN: Einer der glücklichmachenden Stoffe der Kakao so besonders macht und erwähnenswert ist, ist Theobromin. In rohem Kakao finden sich ca. 2300 mg, in Bitterschokolade (85%) 630 mg und Vollmilchschokolade immerhin noch 180 mg. Das ist mehr als bei anderen Lebensmitteln.

In welchen Formen gibt es rohen Kakao?

Kakao-Nibs sind geschälte, fermentierte (getrocknete), nicht geröstete, kleingehackte Kakaobohnen. Sie enthalten all die gesunden Nähr- und Ballaststoffe sowie Fett. Nach dem Rösten verliert der Kakao einen Teil seiner Nährstoffe. Kakao-Nibs schmecken eher kräftig und erinnern an ungesüßtes Kakao-Pulver oder Backschokolade.

Kakaopulver ist die trockene Masse, die nach dem Fermentieren der Kakaobohne übrig bleibt. Man sollte darauf achten, dass das Kakaopulver aus nicht gerösteten Kakaobohnen hergestellt wurde. Dann stellt man sicher, das man all das Gute des Kakaos auch zu sich nimmt.

Es gibt aber auch Kakaopaste, die wird aus langsam erwärmten und geschmolzenen Kakao-Nibs hergestellt und wird vor allem als Snack oder in veganen Gerichten verwendet.

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Brownie mit rohem Kakaopulver als Eissandwich

Welche Kakao Rezepte gibt es noch?

Als Creme: Kakaobutter ist ein hervorragender Feuchtigkeitsspender. Dazu 100 g Kakaobutter mit 100 ml Kokosöl langsam erwärmen und gut miteinander vermengen. In einen luftdichten Container füllen und nutzen.

In diesem Rezept für Brownie-Knusperflocken-Eissandwich mit salzigem Karamell.

Als veganes Frühstück: Dazu 50 g Kokosmehl mit 1 Esslöffel Kakaopulver vermischen und mit 150 ml Wasser aufkochen. Etwas Zucker, Ahornsirup oder Banane dazu und fertig ist ein leckeren Frühstück.

In einem Smoothie: 2 Esslöffel Kakao-Nibs mit einer Banane, 1 Esslöffel Gojibeeren, 100 g gefrorenen Himbeeren oder Heidelbeeren, 100 ml Kokos-, Mandel-, Hafer- oder Nussmilch und Eiswürfel in einen Standmixer geben und alles zu einem Smoothie verarbeiten.

In selbstgemachten Kakao für heiße Schokolade: Dazu einfach Kakaopulver (roh) und Zucker je nach Geschmack mischen. Ich mag braunen Zucker und mische meiner heißen Schokolade meist ein wenig Chilipulver unter.

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Kakao Nibs sind das beste, dass der Kakao zu bieten hat

Was gibt es noch über Kakao zu sagen?

Der Großteil des in Europa verkauften Kakaos kommt aus Venezuela. Kakao aus Afrika ist seltener und teurer.

Richtig verpackt (also luftdicht und dunkel) ist Kakaopulver jahrelang haltbar.

Kakao ist keine Erfindung der Neuzeit, sondern wird schon seit hunderten von Jahren als Heilmittel sowie als Zahlungs- und Handlungsmittel genutzt. Die Inkas nannten es „Getränk Gottes“ und

Als Kakao wird aber auch das zuckerhaltige Pulver bezeichnet, mit dem wir alle aufgewachsen sind und das man in kalte oder auch warme Milch einrührt. Es ist lecker ohne Frage, ist aber durch den hohen Anteil an Zucker leider viel weniger gesund.

Schokolade wird aus Kakao gemacht. Schokolade die einen hohen Anteil an Molkereiprodukten enthalten, wie zum Beispiel Milchschokolade, verhindert die Aufnahme von Antioxidantien und weist im Allgemeinen durch den hohen Grad der Verarbeitung nicht mehr viele der gesunden Eigenschaften auf. Ausserdem ist sie voller Zucker und anderer ungesunder Fette. Also, sollte man, auch wenn sie noch so lecker ist, darauf verzichten oder sie nur in geringen Mengen und tatsächlich als Genussmittel verzehren.

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Schokolade mit hohem Kakaoanteil kann gut für uns sein

Leider gibt es nicht nur die Schokoladenseite bei der geliebten Schokolade. Man muss auch erwähnen, dass Menschen die auf den Schokoladenplantagen arbeiten es nicht immer gut haben. Oft werden sie schlecht bezahlt und arbeiten unter schlechten Bedingungen. Auch werden Ernten weniger, weil sich das Wetter ändert und die Plantagen oft alt sind und die Modernisierung verpasst wurde. Man sollte doch vielleicht, wie bei allem anderen auch, darauf achten, wo die Schokolade, die man konsumiert, herkommt und dann sollte der süßen Verführung nichts im Wege stehen.

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1 Kommentar

  • Antwort
    Darum sollten wir mehr Kürbis essen (Informationen, Rezepte und Ideen) › letshavebreakfast.de
    12. Oktober 2017 at 20:09

    […] Für die die es süßer mögen, mischt man das Püree mit griechischem Joghurt, Honig, Zimt und Kakao Pulver. […]

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